Schweizer Präzision an der Kampfkunst-Weltmeisterschaft in den USA

swissteam21.-23. OKTOBER 2016, PENNSYLVANIA USA

Präzise und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk, so trat die Schweizer Delegation (Stephan Krellmann, Roger Schmid (aus Baar), Lara  Liggenstorfer und Birgit Müller) an den alljährlichen International Martial Arts Games in den USA auf. Gemäss ihrem Leitspruch „Let’s Fetz“ (Englisch-Deutsche Wortschöpfung: Lasst uns begeistern) legten sie los.

Im Hilton Konferenzzentrum in den USA trafen die Schweizer auf Kampfkünstler aus der ganzen Welt. Stephan Krellmann wurde zum Schiedsrichter auserwählt, da er bereits im letzten Jahr sein genaues Auge für Treffer bewiess. Das Team zeigte Präzision in ihren Schlägen, wie der Sekundenzeiger einer Uhr, in ihren Waffen-Formen. Die Resultate: Lara Liggenstorfer 1. Platz, Birgit Müller 2. Platz und Roger Schmid 3. Platz. Beim nächsten Gong: Sparring. Waffenloser Kampf gegen kampferprobten Gegner. Die Kämpfe der Schweizer zeugten von Techniken und Genauigkeit. So konnte sich Lara Liggenstorfer den 1. Platz und Roger Schmid den 2. Platz in ihren Kategorien erkämpfen.

Tick tock. Die Minuten strichen vorbei und es war bereits Abend. Am Gala-Anlass schlug ihre Stunde, wie aus ihrem Film „Die Befreiung“, der am Anlass voller Begeisterung dem ehrenhaften Publikum vorgestellt wurde. Daraufhin wurden die Auszeichnungen bekannt gegeben. Stephan Krellmann, Leiter der GKMAF Krellmann in Baar holte die Auszeichnung als Master of the Year für die beiden Kampfkünste Dae Ryeon Do Samurai und Jung Do Kung Fu ab. Birgit Müller konnte sich erneut beweisen und erhielt die Auszeichnung als Instruktorin des Jahres für den Kampfstil Dae Ryeon Do Samurai. Und als grosse Überraschung wurde Roger Schmid aus Baar für sein Einsatz und Ehrgeiz mit der Auszeichnung „Competitor of the Year“ geehrt.  Das Schweizer Uhrwerk tickte jedoch weiter.

Denn am folgenden Tag ein weiterer Highlight: der Samurai Schwertkampf (Kampf mit dem Bambusschwert). Mit Schlägen, Hieben und Fusstritten wurde ein echter Kampf simuliert. Doch wo es am Ende eines wirklichen Kampfes nur einen Sieger gibt, gab es hier mehrfache. In ihren Kategorien erzielten die Schweizer den 1. Preis: Roger Schmid (Männer, Farbgürte über 16 Jahren), Lara Liggenstorfer (Frauen, Farbgürte) und Birgit Müller (Schwarzgürte). Die Freude und Anerkennung am Schluss zeugte von der Verwandlung von erbitterten Feinden zu wahren Freunden.

Und Film ab! Mit dem Regisseur von zahlreichen Action-Filmen, Art Camacho (neuster Film: Assassin X), gab es einen Hollywood Fight-Unterricht. Camacho, der begeistert war vom Samurai Schwertkampf Turnier, integrierte das Bambusschwert in seinem Kampf-Koreografie Seminar. Teilnehmer und Zuschauer waren begeistert.

Obwohl die Uhr nur drei Tage abzählte, passierte in dieser Zeit so viel. Zum Glück gibt es zur Erinnerung die vielen Fotos und Videos – demnächst auf dem GKMAF Youtube Kanal zu sehen.

Fotos gibt’s hier (anklicken)