Bambusschwert anstatt Hockeyschläger – Kampfgeist erweckt

2016-07 HMH
29. Juni 2016 – BAAR

Am Donnerstag-Abend fand an der Bachweid 3 in Baar ein besonderes Training statt. Die Hockey Mannschaft Herti HMH tauschte ihren Hockeyschläger ein gegen die Waffen eines Samurais. Organisator, Matthias Scheibmayer, der bereits seit mehreren Jahren Dae Ryeon Do Samurai in Baar praktiziert, hatte diese Idee. Er sah viele Parallelen in den beiden Sportarten und wollte seinen Hockey Kollegen die Augen für etwas ähnliches, doch anderes öffnen. Er wollte ihnen zeigen, was er unter “Kampfgeist” versteht.

In beiden Sportarten ist es wichtig, zuerst seine eigenen Techniken zu perfektionieren. In der Kampfkunst werden daher diese anfangs mit dem Holzschwert ausgiebig trainiert. Die Hockey-Kollegen fühlten sich (nicht) wie auf dem Glatteis. Doch als der Schulleiter, Stephan Krellmann, die Bewegungsabläufe in “Hockey”-Sprache übersetzte, war der Mannschaft klar, was sie zu tun hatten. Anstatt auf dem Eis zu gleiten, schleifte die Mannschaft schon bald sanft über die Matten und führte das Schwert gezielt durch die Luft.

Körperspannung und -kontrolle hat in beiden Sportarten einen hohen Stellenwert. Als Ergänzung zu den Kampfkunsttechniken, werden daher im Dae Ryeon Do Samurai auch einfache akrobatische Elemente trainiert: Radschlagen, Rollen und Handstand. Oftmals sind das Übungen aus der Kindheit, doch die Gruppe frischte die Erinnerungen auf und partizipierte motiviert am Training.

Höhepunkt war natürlich der Zweikampf mit dem Bambusschwert gegen trainierte Samurais. Ungewohnt für die Hockey Mannschaft: jetzt hatten sie die Erlaubnis den Gegner anzugreifen. Nach anfänglicher Scheu, stieg der Kampfgeist auf und alle kämpften kontrolliert doch energisch miteinander.

Die Verneigung am Schluss des Trainings zeugte von Freude, Respekt und Freundschaft. Der Beginn einer neuen Wahrnehmung vom Kampfgeist.

Hier sind die Fotos davon (hier klicken)